Das teuflische Absaugkonstrukt

Hereingetreten!

Ein paar von uns haben die Tür unseres neuen Raumes dekoriert, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist. Komplett umgezogen sind wir leider noch nicht, allerdings haben wir heute große Fortschritte gemacht. Ein guter Teil der Netzwerkinfrastruktur ist bereits umgezogen und läuft wieder. Der Türstatus ist im Moment deaktiviert. Der Lasercutter ist aufgebaut. Genaue Informationen gibt es dann zusammen mit der Wiedereröffnung, sobald wir fertig sind.

Bastelei des Tages ist unsere hochdekorative Installation eines Absaugrohres für den Lasercutter:

Wie bereits erwähnt, ist das FabLab durch den Umzug momentan geschlossen. Du kannst entweder auf das FabLab Nürnberg ausweichen oder den ganzen Prozess mit deiner Hilfe beschleunigen. Wir sehen uns!

Lautsprecherhalterung

Materialien: 
Acryl 8mm transparent

Beteiligte Benutzer: 
FanFan

speakermount
speakermount
rearview of speakermount
detail of speakermount

Kosten: 

3,15 €

Zeitaufwand: 

1 h

Mir hat für den Center-Lautsprecher meiner 5.1-Anlage noch der perfekte Platz gefehlt, da die Mitte der Wand genau über dem Bett ist und ein Regal hinter das Bett zu stellen sah blöd aus.

Allerdings hat (bzw. sollte) jede Holzdecke einen Belüftungsspalt an den Rändern. Also warum sollte man den nicht nutzen, um den Lautsprecher zu befestigen?

Mein Lautsprecher hat auf der Unterseite schon einen Einschub für den serienmäßigen Halter. Der untere rechtwinklig abstehende Schenkel wird in diese Halterungen eingeschoben. Der obere schräge Teil wird hinter die Holzdecke an der Dachschräge gefädelt.

Die zwei Halter müssen zusammen ca. 1kg tragen und sind dabei allerdings relativ grenzwertig ausgelegt. Etwas stabiler (z.B. mit 12mm Acryl) würde nicht schaden. Der Lautsprecher hängt zwar stabil und zuverlässig an der Wand, aber er federt etwas, wenn man ihn anstupst.

zwei Lautsprecherhalterungen

ls-halter.svg 5.23 KB

Lizenziert unter: 

CC BY-SA 3.0 Deutschland

Weihnachtsmotive aus Acryl

Materialien: 
2mm Acryl

Beteiligte Benutzer: 
Draihlsurfer

Bilder des Weihnachtsschmucks

Kosten: 

ca. 6 €

Zeitaufwand: 

3 h

Verschiedene Weihnachtsmotive aus 2mm Acryl für den Weihnachtsbaum

Bauanleitung

Die verschiedenen Motive (Engel, Stern und das Mandala) hab ich in Inkscape erstellt. Dazu habe ich Schwarz-Weiß-Bilder der Motive in Inkscape eingefügt und vektorisiert. Dazu wählt man im Reiter Pfad das Werkzeug „Bitmap vektorisieren“ aus. Welche Einstellung am besten ist, hängt vom Bild ab, welches man vektorisieren möchte. Da diese Vektorisierung das Motiv nicht immer sauber erkennt, habe ich anschließend mit dem Pfad-Werkzeug die Kontur angepasst und um das Engel- und Mandala-Motiv mit etwa 0,1mm Abstand eine Schnittlinie mit derselben Kontur gelegt. Durch diesen kleinen Trick werden die Motive in einem Arbeitsschritt graviert und anschließend gleich ausgeschnitten. Als Größe habe ich in Inkscape etwa 50mm für jedes Motiv gewählt und als Profil für den Lasercutter die Einstellung „2mm Acryl“. Meine Erfahrung war, dass der Stern am Ende sehr filigran wurde und ich ihn nur sehr vorsichtig aus der Acryl-Platte herauslösen konnte. Hier wäre es in Zukunft eventuell besser, den Stern größer zu machen. Beim Engel und beim Mandala gab es keine Probleme. Nachdem die Motive also ausgeschnitten waren, habe ich noch vorsichtig mit einem 1mm Bohrer Löcher für die Aufhängung des Engels und des Mandalas gebohrt. Dabei muss man den Schwerpunkt beim Engel beachten. Dieser befindet sich in etwa in der Mitte des vorderen Flügels. Alternativ kann man die Vorlagen auch noch um einen kleinen Kreis ergänzen, der als Loch ausgeschnitten wird.

Schnittmuster für die Weihnachtsmotive

acryl_motive_weihnachten.svg 1.97 MB

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CC BY-NC-SA 3.0 Deutschland

Kerzen mit Wachsplatten verzieren

Materialien: 
Wachsplatte
Wachskerze

Beteiligte Benutzer: 
patkan

Die Kerze ist oben und an der Seite mit je einer Triskele verziert.

Kosten: 

5-20 €

Zeitaufwand: 

0.2 h

Zum Verzieren von Kerzen gibt es Wachsplatten, die sich zurechtschneiden und dann auf die Kerze aufkleben lassen. (Das Wachs pappt von alleine.) Weil zumindest ich nicht die Zeit und Muße zum händischen Ausschneiden von Wachs habe, habe ich versucht, das mit dem Lasercutter zu schneiden. Die Ergebnisse variieren und sind auch noch nicht am Optimum angekommen, lassen jedoch Hoffnung auf Besserung zu. Hier beschreibe ich meinen Vorschlag zum Wachsschneiden.

Bauanleitung

Symbol

Die Kerze habe ich mit Triskele verziert, weil ich diese auf einem Trip in die Bretagne gesehen habe und schön fand. Dieses Zeichen tritt schon in der Jungsteinzeit auf und war auch in der keltischen Kultur verbreitet. Über die exakte Bedeutung ist nicht viel bekannt, jedoch vermutet man, dass es in die Richtung „Weg des Lebens“ und der Zahl 3 als magische Zahl (auch sehr wichtig in der keltischen Mythologie) geht. Leider wird es manchmal auch als Erkennungszeichen unter (Neo-)Nazis verwendet, jedoch kann man sich von denen ja nicht alles verderben lassen.

Wachs schneiden

In Bastelläden erhält man das Wachs in allen Farben als dünne Platte, die auf einem Trägerpapier ist. Der Preis des gesamten Projektes setzt sich dann aus den Wachsplatten und einer Kerze zusammen. Meine ersten Versuche waren nur von mittlerem Erfolg geprägt. Ich habe in verschiedenen Leistungsstufen versucht, das Wachs zu schneiden, jedoch schmolz es meist nur großflächig auf. Als an einer Stelle das Wachs sich beim Schneiden vom Trägerpapier löste, wurde das Ergebnis deutlich besser.

Das Problem, welches durch Entfernen des Trägerpapiers beseitigt wird, ist, dass das geschmolzene Wachs nicht abfließen kann und im Zweifelsfall die Umgebung mit aufschmilzt. Zum Schluss habe ich mit 100 Speed und 100 Leistung bei 5000 Frequenz gute Ergebnisse erreicht. Wichtig ist, dass der Fokus stimmt und eben der Raum unter der Platte frei ist.
Das größte Problem nach dem Entfernen des Trägerpapieres war, dass die heiße Form mit dem Gitter des Lasercutters verschmilzt. Dies wieder zu trennen ist möglich, jedoch fitzelig. Das Wachs lässt sich vorsichtig mit einem Skalpell abheben. Eine wirkliche Lösung habe ich dafür noch nicht gefunden. Ein Ansatz wäre, die Platte an den Kanten erhöht aufzulegen. Das habe ich auch mit nicht allzu schlechtem Erfolg gemacht, jedoch ist die Wachsplatte zu weich. (Vielleicht würde es wirklich helfen, die Platte einzufrieren…)

Beim Experimentieren fand ich auch heraus, dass sich Linien auf dem Wachs sehr gut mit Speed 100 und Leistung 10 markieren lassen.

Da dann die nächste Vorlesung begann und meine Wachsplatten zur Neige gingen, habe ich mit dem Gebastel aufgehört. Falls ich mal lustig bin, probiere ich es noch mal. Des Weiteren darfst du dich auch eingeladen fühlen, selbst zu experimentieren.

Beim Schneiden von Wachs muss auf eine korrekte Fokussierung geachtet werden! (Brandgefahr) Außerdem darf der Lasercutter noch weniger als sonst unbeaufsichtigt bleiben. Was durch Unachtsamkeit angezündet wird, darf vom Übeltäter ersetzt werden.

Update: Ich habe Folgendes versucht: Schale mit Wasser füllen, auf Oberfläche fokussieren, Wachs von Papier trennen, auflegen (schwimmt meist) und dann mit verschiedenen Leistungen „braten“. Das Ergebnis: Bei viel Leistung entstehen manchmal tatsächlich Löcher im Wachs. Hauptsächlich spritzt aber nur feines Wachs überall hin und die Unterseite des Wachses bekommt „Dornen“. Das könnte eventuell ein schöner Effekt zur Dekoration sein, zum Zerschneiden scheint das Verfahren sich allerdings nicht zu eignen.

Ich bin gerne offen für Vorschläge, im Moment sehe ich den Lasercutter aber einfach als nicht brauchbares Werkzeug hierfür. Eine letzte Alternative kommt mir gerade noch: Eventuell könnte man eine Ausstechform fräsen/drucken und damit das Wachs ausstechen.

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CC BY-SA 3.0 Deutschland

Elektronisches Drumkit

Materialien: 
M5 Muttern
M5x16mm Schrauben
M5x30mm Schrauben
Piezo Sensor
HDF 5mm
LM324 OpAmp
AtMega32u4

Beteiligte Benutzer: 
Norbert

Fertiges Drumpad mit professionellem Meshhead

Kosten: 

30-40 €

Zeitaufwand: 

20 h

Alle, die Schlagzeug spielen oder schon immer einmal damit anfangen wollten, werden wissen, dass ein großes Problem ist, einen Raum zu finden, wo man ungestört spielen kann, bzw. wo man spielen kann und niemand gestört wird. Als Alternative zu klassischen Trommeln gibt es dazu elektronische Drumkits, die Impulse über piezoelektrische Sensoren aufnehmen, und dann per Software vorher aufgenommene Sounddateien abspielen oder sogar physikalisch den Schall simulieren.

Ich baue zurzeit ein solches Schlagzeug, das per USB an den PC angeschlossen wird und dort dann eine Software wie z.B. Hydrogen (http://www.hydrogen-music.org/hcms/) oder EzDrummer(http://www.toontrack.de/products.asp?item=7) in Kombination mit Reaper/Cubase verwendet, um den Sound zu erzeugen. Hydrogen ist Open Source und damit kostenlos, wohingegen man mit z.B. EzDrummer etwas mehr Geld ausgeben muss, vor allem da es nur in Kombination mit einem Tool wie Cubase funktioniert. Allerdings bekommt man vermutlich auch einen besseren Sound.

Bei der Konstruktion der „Trommeln“ gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Ansätze. Die einfachere Möglichkeit ist, einfach ein Holzbrett beliebiger Form zu nehmen, das Piezoelement anzubringen und schon ist man fertig. Diese Art der Konstruktion sieht man zum Beispiel im Rockband Controller für die XBox. Die andere Möglichkeit sind sogenannte Meshheads. Im Prinzip funktioniert das Ganze wie eine normale Trommel, nur dass das Trommelfell durch ein Gittergewebe ausgetauscht wird. Dadurch wird die Luft im Inneren der Trommel viel weniger bewegt und der Anschlag ist somit viel leiser, dennoch hat man aber das Gefühl, auf eine Trommel gehaut zu haben. Meshheads werden auch professionell genutzt, da diese einfach auf bestehende Schlagzeuge anstelle des Trommelfells aufgezogen werden können. Ich habe mich für diese Konstruktion entschieden, da das Anschlaggeräusch deutlich leiser ist und die Konstruktion ein kleines bisschen interessanter ist.

Wichtig bei der Wahl des richtigen Fliegengitters ist, dass dieses nicht elastisch ist. Deswegen eignet sich z.B. das Tesa Fliegengitter von Obi nicht. Ich habe in meinem Keller noch ein Fliegengitter gefunden, das man typischerweise aus den Fliegengittertüren kennt, das deutlich besser funktioniert, aber leider relativ schnell „ausleiert“. Daher bin ich vorerst auf Meshheads vom Thomann umgestiegen. Diese kosten nur 8-10 Euro je nach Größe und funktionieren super.

Changelog:

– Holzgestell überarbeitet, sodass Linsenkopfschrauben anstelle der Sechskantschrauben verwendet werden können. (unbedingt im PDF ändern, wenn man Sechskantschrauben verwenden will, indem man die kleinen Quadrate um die Bohrlöcher am Spannring entfernt)

– zweiter Schnitt zwischen den Spannringen, damit Mesh durchpasst (kann auch entfernt und dann abgeschliffen werden)

– Standoffs angepasst, damit M5 Schraubenköpfe halten

Bauanleitung

Zuerst muss das Holzgestell geschnitten werden. In der pad.pdf befindet sich der komplette Schnittplan zum Bau eines E-Drum-Pads.

Ist das Holz geschnitten, werden die Standoffs mit M5x16mm Schrauben an den unteren Ring geschraubt und der obere Ring wird mit den quadratischen Löchern an den Standoffs fixiert.

Danach muss man am Mesh(Fliegengitter) etwas anbringen, wodurch dieses dann gespannt wird. Eine Möglichkeit wäre, das Mesh an die Unterseite des Spannrings zu kleben, allerdings weiß ich noch nicht, wie gut das Mesh halten wird. Deshalb habe ich ein ca. 6mm dickes Seil mit Innenradius des Spannrings kreisförmig auf das Mesh geklebt, wodurch dieses nicht mehr unter dem Spannring vorrutschen kann. Ist der Kleber getrocknet, hier eignet sich z. B. Heißkleber gut, kann man das Mesh aufspannen. Benutzt man professionelle Meshheads, entfällt dieser Schritt natürlich, da diese schon an einem Metallring befestigt sind. Hierzu schraubt man den Spannring einfach am unteren Ring mit M5x35mm Schrauben fest und zieht die Muttern ringsum an, bis das Mesh die gewünschte Spannung hat.

Die Piezos habe ich von Conrad (http://www.conrad.de/ce/de/product/710936/Piezokeramische-Schallwandler-FT-Serie-30-VAC-4-05-kHz-Inhalt-1-St/0235311&ref=list). An diese habe ich einfach 2 Drähte gelötet (Achtung: Den Piezo nicht zu heiß werden lassen, da dieser beschädigt werden kann! ). Die Elektronik dahinter besteht aus einem Differenzverstärker auf Basis eines LM324. Die Einstellungen für diesen Differenzverstärker sind abhängig von der Kopplung an den Piezo, welche ich über einen Korken realisiert habe. Der Output des Differenzverstärkers wird über einen AtMega32u4, auf dem ein kleines Programm läuft, das ich mit Hilfe der Bibliotheken des Teensy (http://pjrc.com/store/teensy.html) geschrieben habe, über USB an meinen PC weitergeleitet.

Dieses einfache Testsystem hat schon gute Resultate geliefert. Verbesserungswürdig ist noch der Aufbau der Elektronik, für die ich noch ein PCB entwickeln werde. Außerdem schwingt das Meshhead noch nach und erzeugt somit mehrere Signale von einem Anschlag.

pad10in.pdf

pad10in.pdf 7.38 KB

Lizenziert unter: 

CC BY-SA 3.0 Deutschland