Projekt der Woche: Gefräste Flaschenöffner

Vor kurzem waren Schüler zu Gast, die im Rahmen von Workshops Flaschenöffner aus Metall selbst gestalteten und anfertigten. Was kompliziert klingt, geht im Lab auch ohne Vorkenntnisse recht einfach:

Zunächst macht man sich auf Papier Gedanken und scannt die Idee ein. Am Computer zeichnet man die Skizze mit Inkscape nach und kann mit dem Lasercutter minutenschnell aus Plastik einen Prototyp ausschneiden. Wenn dieser passt, wird die Datei für die Fräse vorbereitet und der Öffner aus Aluminium ausgefräst.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wenn du auch Lust bekommen hast, etwas zu fräsen, erstelle einfach eine Datei wie für den Lasercutter, oder zur Not auch eine Handskizze, und überlege dir, welches Material du benötigst. Mit diesen Informationen kannst du dich zum nächsten Fräsentermin anmelden, alles Weitere wird dir dann vor Ort erklärt.

Der nächste Fräsentermin findet am Samstag, den 10. Oktober, statt, eine Anmeldung ist erforderlich. Weitergehende technische Informationen findest du auch auf der Webseite der Fräse. Wenn noch Fragen bleiben, wende dich an zerspanung@fablab.fau.de.

Schnupperuni Maschinenbau

Gestern besuchte uns eine Gruppe Schüler im Rahmen eines Workshops der Schnupperuni Maschinenbau. Dabei konnten die Teilnehmer erste Erfahrungen mit der Konstruktion von Vektordateien für die Fertigung mit dem Lasercutter oder der CNC-Fräse sammeln. 

Schnupperuni Maschinenbau 2013

Vier interessierte Schüler fanden sich am Mittwoch, den 3. April 2013, in aller Frühe im Rahmen der diesjährigen Schnupperuni in unseren “heiligen Hallen” ein. Dabei war die Gruppe bunt gemischt und die Fragen zahlreich. Nach einer kleinen Führung durch das gesamte FabLab wurden die einzelnen Geräte erklärt. Dabei rückte der Lasercutter besonders in den Fokus.

Zum besseren Kennenlernen wurden Namensschilder für alle erstellt. Zahlreiche Ideen und durchprobierte Schriftarten später hatte jeder dann sein individuelles Schild.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause in der Mensa fanden sich die Beteiligten wieder in den FabLab-Räumen ein und es wurde weiter munter drauflosgelasert. Dabei wurden kleinere Projekte (Schilder, Schlüsselanhänger) und auch größere (Hausaufgaben aus dem Kunstkurs) umgesetzt. Auch einige Dinge für die Vitrine oder zum Aufhängen wurden erfolgreich unter Anleitung der beiden Fablabber Michael und Christopher angefertigt.

In geselliger Atmosphäre lief der Laser durchgehend, bis die letzten der Gruppe den Heimweg antraten. Auf dem Bild könnt ihr das angefertigte Sammelsurium bestaunen.

Neues vom 3D-Drucker

 Beim heutigen OpenLab waren zwei Schüler der Technikerschule zu Besuch und haben einen interessanten Prototypen 3D-gedruckt. Das fertige Objekt ist 10x5x6cm groß und taugt zumindest als erstes Anschauungsmodell. Links im Bild ist das 3D-Modell, rechts das fertige Objekt. Da unser Drucker keine Stützstruktur drucken kann, gibt es dementsprechend Probleme mit Überhängen.

Das Drucken dauerte ungefähr zwei Stunden. Um künftige Ausdrucke weiter zu beschleunigen, haben wir jetzt eine neue Firmware (Marlin) aufgespielt, bei der die Bewegungssteuerung besser ist: Die Geschwindigkeit wird an Ecken nicht mehr ruckartig gewechselt, sondern mit einer begrenzten Beschleunigung kontinuierlich verändert. So können lange gerade Linien sehr schnell abgefahren werden, ohne dass es an den Ecken zu Problemen kommt.

Mit der neuen Firmware sind nun höhere Maximalgeschwindigkeiten möglich. Die Druckzeit eines 25x25x25mm Companion Cubes ist damit bei gleichen Einstellungen von 22 auf 18 Minuten gesunken.

Der nächste Flaschenhals ist der Schrittmotor des Extruders, der bisher nicht genug Kraft aufbringt, um noch schneller Kunststoff zu fördern. Mal sehen, was ein höherer Motorstrom und etwas Kühlung bringen.

Eine andere Baustelle ist der Druck von Stützmaterial: Wir planen, einen zweiten Extruder zu bauen, um damit PLA-Kunststoff als Stützstruktur zu drucken. Dieser lässt sich in den meisten Fällen einfach vom ABS-Kunststoff des Objekts abreißen, und auch durch längeres Erhitzen auf 80°C (zwei Tage im Wasserbad) könnte man ihn auflösen.

Es bleibt also spannend, was sich noch alles aus dem kleinen Spielzeugdrucker herausholen lässt. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es weitere Neuigkeiten gibt.

 

EDIT Philipp: Ich musste die Bilder leider aus irgendwelchen Marken- und/oder patentrechtlichen Gründen rausnehmen.

Fragen bitte direkt an mich.

Schülerinfotag

Beim heutigen Schülerinfotag der Elektrotechnik und Informatik waren wir auch mit dabei und haben vielen Schülern von uns erzählt. Nebenbei wurden mit dem Lasercutter noch Einkaufswagenchips, Namensschilder, Katzen, Häschen und sonstige Schlüsselanhänger gefertigt. Der gezeigte Schraubenschlüssel ist in 2mm Dicke nicht stabil genug – wenn man die Ecken noch etwas abrundet und ihn in 5mm fertigt, sollte er allerdings funktionieren.

Außerdem haben wir herausgefunden, dass man mit dem Lasercutter auch Brezen sowie Steine gravieren kann. Bei Steinen sieht das Ergebnis je nach Sorte richtig professionell aus und obendrein liegt das Material kostenlos in der Natur herum. Dies könnt ihr euch in der Bildergalerie ansehen.

Wir sind für jeden offen, also auch für Schüler. Bei Interesse könnt ihr ja mal an einem OpenLab-Termin (meistens samstags, ca. alle 2 Wochen) vorbeischauen.