Neues vom 3D-Drucker

 Beim heutigen OpenLab waren zwei Schüler der Technikerschule zu Besuch und haben einen interessanten Prototypen 3D-gedruckt. Das fertige Objekt ist 10x5x6cm groß und taugt zumindest als erstes Anschauungsmodell. Links im Bild ist das 3D-Modell, rechts das fertige Objekt. Da unser Drucker keine Stützstruktur drucken kann, gibt es dementsprechend Probleme mit Überhängen.

Das Drucken dauerte ungefähr zwei Stunden. Um künftige Ausdrucke weiter zu beschleunigen, haben wir jetzt eine neue Firmware (Marlin) aufgespielt, bei der die Bewegungssteuerung besser ist: Die Geschwindigkeit wird an Ecken nicht mehr ruckartig gewechselt, sondern mit einer begrenzten Beschleunigung kontinuierlich verändert. So können lange gerade Linien sehr schnell abgefahren werden, ohne dass es an den Ecken zu Problemen kommt.

Mit der neuen Firmware sind nun höhere Maximalgeschwindigkeiten möglich. Die Druckzeit eines 25x25x25mm Companion Cubes ist damit bei gleichen Einstellungen von 22 auf 18 Minuten gesunken.

Der nächste Flaschenhals ist der Schrittmotor des Extruders, der bisher nicht genug Kraft aufbringt, um noch schneller Kunststoff zu fördern. Mal sehen, was ein höherer Motorstrom und etwas Kühlung bringen.

Eine andere Baustelle ist der Druck von Stützmaterial: Wir planen, einen zweiten Extruder zu bauen, um damit PLA-Kunststoff als Stützstruktur zu drucken. Dieser lässt sich in den meisten Fällen einfach vom ABS-Kunststoff des Objekts abreißen, und auch durch längeres Erhitzen auf 80°C (zwei Tage im Wasserbad) könnte man ihn auflösen.

Es bleibt also spannend, was sich noch alles aus dem kleinen Spielzeugdrucker herausholen lässt. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald es weitere Neuigkeiten gibt.

 

EDIT Philipp: Ich musste die Bilder leider aus irgendwelchen Marken- und/oder patentrechtlichen Gründen rausnehmen.

Fragen bitte direkt an mich.

Rapid Prototyping und Robotics Erlangen

 

Adrian von Robotics Erlangen ist mittlerweile Stammgast bei uns und hat für einen Prototyp Roboterteile gedruckt bzw. mit Laser ausgeschnitten:

Nur eine Woche nach unserem Workshop in Flachslanden können wir jetzt schon die ersten Ergebnisse der mechanischen Umbauten sehen. Über verschiedene Rapid-Prototyping-Verfahren, wie z.B. 3D-Druck, haben wir das neu gestaltete Grundgestell der neuen Robotergeneration nun auch zum Anfassen in der Hand. Dies ermöglicht eine nochmals genauere Abschätzung, wie sich die Platzverhältnisse im Roboter in der Realität darstellen.

Möglich wurde dies durch das an der Uni Erlangen neu eingerichtete FabLab. Studenten können während der Öffnungszeiten diese offene Werkstatt benutzen. Die Ausstattung wird ständig erweitert und ist auf der Homepage aufgelistet. Neben dem 3D-Drucker, der sich übrigens selbst via 3D-Druck replizieren kann, nutzen wir vor allem den Lasercutter, um eine neue Grundplatte aus Acrylglas zu schneiden. Die in den nächsten Monaten kommende CNC-Fräse wird uns bei der Fertigung vieler Teile ebenfalls sehr behilflich sein.

 

Im Bild sichtbar sind: grüne gelaserte Grundplatte, 4 Radmodule, Schussstation (vereint Linear- und Hochschuss), 3D-gedruckt und Hochschussklappe, 3D-gedruckt.

Trillerpfeife

Dass man mit einem RepRap allerlei Sinnfreies drucken kann, dürfte bekannt sein. Doch die Möglichkeiten eines solchen Druckers sind noch viel größer.

Heute haben wir eine Trillerpfeife gedruckt. Die Pfeife ist aus einem Stück und funktioniert. Die Kugel im Inneren wurde mitgedruckt und dann mit einem Schraubendreher abgebrochen. Die Pfeife wurde mit einer anfänglichen Betttemperatur von 70°C und einer Extrudertemperatur von 181°C unter Verwendung der V2-Skeinforgeeinstellungen erstellt. Für die Deckschicht wurde die Temperatur auf 174°C abgesenkt und während des Druckes liefen die Kühlventilatoren. Die Pfeife kommt von thingiverse.com.

3D-Drucker

Wie ihr vielleicht in bisherigen Beiträgen gelesen habt, haben wir jetzt einen 3D-Drucker. Es ist ein RepRap Prusa Mendel. Auf dem Bild könnt ihr ihn in Aktion sehen (er druckt gerade einen Flaschenöffner).

Bisher mussten wir euch immer vertrösten, doch jetzt läuft er und darf auch benutzt werden. Nach einigen Versuchen können wir relativ gleichmäßige Ergebnisse erzielen, wobei wir immer noch die Einstellungen verbessern. Wir drucken mit PLA, einem relativ einfach zu verarbeitenden Kunststoff und suchen derzeit noch die optimale Temperatur. Außerdem experimentieren wir auch noch mit Trennmitteln, um die Druckerzeugnisse besser von der Trägerplatte ablösen zu können. Ihr seid herzlich dazu eingeladen, dabei mitzuhelfen.

Gedruckt wurden bisher viele Companion Cubes, zwei Flaschenöffner, ein Like-Button, und vieles mehr. Ihr wollt auch etwas haben? Dann kommt einfach vorbei und lasst euch einweisen. Wir können euch zeigen, wie ihr bereits gedruckte Objekte selbst herstellen könnt, aber auch wie (und ob) ihr beliebige Modelle von Seiten wie Thingiverse realisieren könnt. Die Abrechnung funktioniert im Moment so, dass ihr euer fertiges Objekt abwiegt und dann nach Gewicht bezahlt. Die genauen Preise sind beim RepRap notiert, da sie auch vom verwendeten Kunststoff abhängen.

In Zukunft planen wir, auch noch verschiedene Farben und Materialien zu besorgen, dies wird allerdings noch etwas dauern, da wir noch eine günstige Bezugsquelle suchen. Wer Hinweise hat, darf sich gerne melden 😉

Campusrallye, 3D-Drucker

Die Station bei der Campusrallye war ein voller Erfolg, jetzt kennen viele neue Leute das FabLab. Der 3D-Drucker steht jetzt. Sobald wir wissen, wie er zu bedienen ist, könnt ihr ihn benutzen.