Selbstbau-Laptop

Materialien: 
Sperrholz 4mm
Beteiligte Benutzer: 
Jakob Krainz
Laptop opened
Laptop closed
Kosten: 

300–400 €

Zeitaufwand: 

60 h

Ein selbstgebauter Laptop, basierend auf einem Raspberry Pi

 

Bauanleitung

Bauteile:

Ungefähre Bauanleitung:

  1. Elektronische Bauteile zusammenstecken, Funktion testen
  2. Aktiver USB-Hub soll Strom via USB-B-Stecker vom Power Pack kriegen (ggf. mit Schalter ausschaltbar), hierzu u.U. Lötarbeit nötig.
  3. Display-Konfiguration entsprechend https://www.adafruit.com/products/1303 einstellen
  4. Optional: Ein/Aus-Schalter für Display-Hintergrund einbauen, nach https://forums.adafruit.com/viewtopic.php?f=47&t=41653&p=206814&hilit=1303#p212366
  5. Bauteile abmessen, Gehäuse entsprechend anpassen
  6. Gehäuse lasern, zusammenkleben
  7. Bauteile in Gehäuse einbauen
box.tex

box.tex 16.36 KB
boxdeckel.tex

boxdeckel.tex 8.69 KB
box.pdf

box.pdf 11.73 KB
boxdeckel.pdf

boxdeckel.pdf 9.81 KB
slides.pdf

slides.pdf 626 KB

Achteckiger holzleimgeleimter 3-Millimeter-Sperrholzweihnachtsstern – Selbstbastelanleitung

Materialien: 
Sperrholz 3mm
Holzleim

Beteiligte Benutzer: 
Lukas.Scheuring
Sebastian Endres

Weihnachtsstern, verschiedene größen
Weihnachtsstern, seitlich
Weihnachtsstern im Gebrauch

Kosten: 

3,00 €

Zeitaufwand: 

0.3 h

Bist du einmal wieder unkreativ und weißt nicht, was du deiner Familie zu Weihnachten schenken sollst?

Mit dieser Bastelanleitung wird es keiner merken!

Tipp: Alle guten Dinge sind 3.

Bauanleitung

1. Vorbereitung:

  • Datei herunterladen und in Corel Draw öffnen.
  • Alles markieren und auf gewünschte Größe skalieren.
  • Vergewissern, ob das Loch zum Aufhängen eine gute Größe hat oder ggf. entfernen.

2. Herstellung:

  • Sperrholzplatte mit der richtigen Größe besorgen (Dicke etwa 3mm). Hinweis: Im FabLab können nur ganze Platten (aktuell je 2 €) erworben werden.
  • Mit dem richtigen Profil im Lasercutter auslasern. Dazu die Einweisung beachten und dabei bleiben, da Holz leicht zu brennen beginnen kann.
  • Vorsichtig herausnehmen.
  • Einzelteile zusammenleimen.
  • Leim trocknen lassen. Evtl. beschweren.
  • evtl. Garn o.Ä. als Aufhänger durch das Loch binden

3. Verwendung:

  • an den Weihnachtsbaum hängen
  • ins Auto hängen
  • ans Fahrrad hängen
  • um deinen eigenen Hals hängen
  • um den Hals deines Freundes hängen
  • etc.

CorelDRAW-Vorlage

weihnachtsstern.cdr 33.37 KB

Weihnachtsmarktbude

Materialien: 
Sperrholz 4mm
LED gelb ultrahell
Widerstand 470 Ohm
Steckernetzteil ca. 9V DC

Beteiligte Benutzer: 
mgmax

beleuchtetes Häuschen bei Nacht
bei Tag
das Innenleben

Kosten: 

1-4 €

Zeitaufwand: 

0.3 h

Ausgehend von einem Design von jtronics habe ich eine kleine Weihnachtsmarktbude (Maßstab H0) gelasert. Sie ist etwa 4cm „groß“. Man kann sie auch mit einer Beleuchtung versehen, wenn man ein Loch für ein Kabel in der Rückwand ergänzt.

Bauanleitung

Lasern

Datei anpassen und auslasern. Wenn eine Beleuchtung gewünscht wird, noch ein passendes Loch ergänzen!

Hinweise zum Lasern:

  • Die grünen Linien sollen markiert werden (wie schneiden, jedoch mit geringerer Leistung – 10% Power 100% Speed). Wenn das nicht geht, kann man sie auch gravieren.
  • Der Rest ist selbsterklärend: rote Linien schneiden, blaue Kommentare ignorieren.
  • Um dies alles auf einmal zu lasern, habe ich anstatt des Windows-Treibers die freie Software VisiCut verwendet, die sich allerdings noch in Entwicklung befindet. Mit ein paar Änderungen kann man das wahrscheinlich auch mit dem Windows-Treiber machen.

Holz nachbearbeiten

  1. Mittlere Dachkante mit einer Feile 45° anschrägen. Damit die Vorderseite schön bleibt, die Feile möglichst an der rückseitigen Kante ansetzen und ziehen. Nicht zu weit feilen, damit die Oberkante nicht beschädigt wird.
  2. Wenn ein Schild gewünscht wird, dieses auch anschrägen und auf das Dach mit wenig(!) Heißkleber kleben. Das Schild ist in der Datei enthalten, aber ich habe es bei meinem Exemplar weggelassen.
  3. Wände zusammenkleben. Dazu möglichst Holzleim verwenden, notfalls Sekundenkleber. Vorsicht, den Sekundenkleber nur von innen her aufbringen, da er „nass“ aussehende Flecken hinterlässt. Vielleicht könnte man damit aber den passenden Effekt einer regennassen Hütte erzeugen.
  4. Dach aufkleben. Wenn alles sauber zusammengebaut wurde, sind die Flächen plan und es sollte mit Holzleim gehen. Ansonsten eine geringe Menge Heißkleber verwenden. Vorsicht: Heißkleber lässt sich schlecht entfernen!

„Elektroarbeiten“ für die Beleuchtung

  1. Kabel des Steckernetzteils einführen, ggf. mit Akkuschrauber und 3mm Bohrer das Loch größer machen
  2. Kabel lang durchfädeln, auftrennen und abisolieren
  3. Spannung mit Multimeter messen, Pluspol merken. Nötig sind mindestens 5V.
  4. LED-Widerstand berechnen: Die Elektrotechnik liefert uns die Formel R=(UNetzteil-ULED)/ILED.
    Der maximale LED-Strom ILED ist 20mA, die Flussspannung ULED ist bei einer gelben LED etwa 2V.
    Also ergibt sich der Widerstand (R) in Ohm als: (Netzteilspannung in Volt – 2) * 50
  5. ein Stück Schrumpfschlauch, das etwa so lang wie das LED-Beinchen ist, auf das Pluspol-Kabel auffädeln und weit genug wegschieben, dass es beim Löten nicht zusammenschrumpft
  6. LED anlöten: langes Beinchen an das Plus-Kabel
  7. kurzes Beinchen der LED stark kürzen und an die eine Seite des Widerstands anlöten
  8. andere Seite des Widerstands an das Minus-Kabel anlöten
  9. einstecken und testen
  10. Knoten als Zugsicherung in das Kabel machen (siehe Bild), alternativ mit Heißkleber im Loch fixieren
  11. am Kabel ziehen, bis alles überschüssige Kabel aus dem Häuschen draußen ist
  12. LED passend hinbiegen, sodass die Lichtverteilung ideal ist (Häuschen auf den Tisch stellen, schauen, dass der herauskommende Lichtschein vernünftig aussieht). Ich habe auch noch vorne am Kunststoff der LED ein Stückchen abgezwickt und etwas herumgefeilt, damit das Licht besser gestreut wird.
  13. Innereien mit Heißkleber fixieren. Vorher sicherstellen, dass man sie von außen nicht direkt sieht, wenn man gerade hineinschaut
  14. Kabel hinten mit etwas Heißkleber so führen, dass es unauffällig an der Rückwand nach unten verläuft und nicht quer durch den Raum geht.

Lizenz: Beschreibungstext CC-BY-SA 3.0, Dateien GPL V2

Zeichnung zum Laserschneiden

mgmax_weihnachtsmarktbude.svg 25.15 KB

Gleiswendel für die Modelleisenbahn

Materialien: 
Sperrholz, Sperrholz 4mm

Beteiligte Benutzer: 
Ruinenbaumeister

Fachwerkbrücke
Gleiswendel
Brückenelement mit Traversen
Gleiswendel mit Brücke
Pfeiler mit verschobener Durchfahrtsöffnung für die Einfahrt

Kosten: 

ca. 30 €

Mit Gleiswendeln kann die Modelleisenbahn Höhenunterschiede überwinden. Jeder Planer steht vor diesem Zielkonflikt: Wendeln mit kleinem Radius sind billiger und nehmen weniger Platz weg, solche mit großem Radius erlauben durch die geringere Steigung den Einsatz längerer Züge.

Die hier gezeigte Wendel hat den Vorteil, dass sie einfach auf- und abzubauen ist, dass ihre Pfeiler sich für verschiedene Radien eignen und dass sie mit dem Lasercutter mit geringem Aufwand herzustellen ist.

 

 

Bauanleitung

Als Erstes müssen wir die Abmessungen festlegen. Welchen Höhenunterschied überwindet die Wendel und um wie viel Grad sind die Zufahrten versetzt? Danach richten sich die Steigung und die Anzahl der Ebenen. Erstere sollte so gering wie möglich gewählt werden, denn in der Kurve steigt der Reibungswiderstand aller Fahrzeuge an.

Wenn das geklärt ist, muss eine Durchfahrtsöffnung erstellt werden. Bei den Abmessungen richtet man sich nach den NEM 102 und 103, http://www.morop.eu/de/normes/index.html
Dabei darf man auf keinen Fall vergessen, die Höhe des Gleises mit einzuberechnen. Bei Märklin C-Gleis ist das z.B. 10mm. In der Mitte der Durchfahrtsöffnung ist eine Vertiefung, in die das Gleis genau hineinpasst, so dass es vor Verrutschen geschützt ist.

Die Öffnung kombiniert man in Inkscape aus verschiedenen Vierecken. Mit Umschalt+Strg+A öffnet man ein Menü, das es erlaubt, diese aneinander auszurichten. Mit F2 ruft man das Werkzeug auf, um die Ecken auszurunden. Dazu wählt man das Viereck mit der Maus aus und verschiebt die runden Punkte am Rahmen. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man die Öffnung aus mehr als zwei Vierecken zusammensetzt, so dass man die Ausrundung der oberen und unteren Ecken gesondert bestimmen kann.

Man verschmilzt zwei Objekte, indem man sie auswählt und Strg++ drückt (Steuerung und +). Wenn man Strg+- (Steuerung und -) drückt, wird hingegen das oben liegende Objekt vom unteren abgezogen. Man findet weitere Möglichkeiten im Menü Pfad.

Für die Wendel brauchen wir 12 Pfeiler. Um nicht ständig die gleichen Elemente zeichnen zu müssen, legt man einen Archetypen an, aus dem alle anderen Pfeiler hergeleitet werden. Hier ist ein Beispiel:

Die Datei besteht aus nur drei Objekten, die alle aus verschmolzenen Vierecken bestehen. Rot ist der spätere Pfeiler. Sämtliche Durchfahrtsöffnungen sind exakt übereinander im Abstand der Ebenen angeordnet und zu einem Objekt verschmolzen, das nur einmal platziert und dann als Ganzes vom roten Objekt abgezogen werden kann. Zuletzt benutzt man das grüne Objekt, um die Pfeilerspitze etwas abzurunden.

Der Lasercutter kann die Pfeiler auch gleich beschriften. Das sollte man nutzen, damit später keine Verwechslungen auftreten.

Um das Gleis in die Wendel hineinzuführen, braucht man eine etwas versetzte Zufahrt. Weil das Gleis hier nicht im rechten Winkel durch den Pfeiler führt, muss die Durchfahrtsöffnung unten etwas verbreitert werden. Dies ist der einzige Pfeiler, der nicht beliebig für alle Radien einsetzbar ist.

 

Am oberen Ende hingegen nutzt man eine Brücke, die in den obersten Pfeiler eingehängt wird. Sie besteht aus zwei Längsbalken mit Schlitzen, in die in regelmäßigem Abstand Traversen eingehängt werden. Wer will, kann auch eine Stahlfachwerkbrücke (siehe oben) nachbilden, muss aber darauf achten, dass sie nicht ins Lichtraumprofil der darunterliegenden Strecke ragt.

Nun fehlen nur noch die seitlichen Stützen der Pfeiler. Sie werden wie gehabt aus Vierecken zusammengesetzt, wobei der Fuß so breit sein sollte, dass die Stützen an der Innenseite gerade nicht zusammenstoßen. Dann wird das Ganze gelasert, was bis zu eine Stunde in Anspruch nehmen kann. Der eigentliche Aufbau der Gleiswendel geht dann leicht von der Hand.

Vorlage für Wendelpfeiler (leider nicht mehr verfügbar)

pfeilerarchetyp2.svgz 2.09 KB
Vorlage für Wendelstütze (leider nicht mehr verfügbar)

wendelstuetze.svgz 1.5 KB
Vorlage für Fachwerkbrücke (leider nicht mehr verfügbar)

fachwerkbruecke_vorlage.svgz 3.83 KB

Lizenziert unter: 

CC BY-SA 3.0 Deutschland

Spieluhr mit Furniereinlegearbeit

Materialien: 
Sperrholz 4mm
verschiedene Holzfurniere
Holzleim
Klarlack
Schleifpapier in versch. Stärken

Beteiligte Benutzer: 
patkan

Gesamtansicht der Schachtel; geschlossen. Zu sehen ist der Deckel und eine Seite
Der Deckel ist mit einer Einlegearbeit in Quiltoptik verziert.
In die Innenseite ist der Titel der Melodie graviert.
Die Spieluhr wird von zwei Schrauben fixiert.

Kosten: 

~20 €

Zeitaufwand: 

10 h

Eine fertige Spieluhr wird in eine selbstgebaute Sperrholzschachtel gesetzt. Der Deckel der Schachtel ist mit lasergeschnittenen Einlegearbeiten verziert.

Bauanleitung

Leider habe ich keine allzu guten Bilder von während der Arbeit. Bei Fragen, meldet euch einfach!

Diese Arbeit ist abgeleitet und inspiriert von den Demonstrationsobjekten von Epilog. Siehe dazu die Spieluhr und die Version mit Einlegearbeit. Die Spieluhr selbst wurde bei spieluhr.de bestellt. Im Prinzip lässt sich jede Spieluhr verwenden; es wären auch elektrische Modelle denkbar. Auch gibt es Modelle, die noch einen Stopper haben, der vom Deckel heruntergedrückt wird.

Als Furnier bezeichnet man dünne Holzblätter, die meist mit einem Messer vom Holzstamm abgetrennt wurden. Man verwendet sie zum Dekorieren und optischen Aufwerten von Holzarbeiten. Eine Spezialität ist die Einlegearbeit beziehungsweise die Intarsie, bei der man Furniere in die Oberfläche des Werkstückes so einbringt, dass sie eine glatte und gleichmäßige Oberfläche bilden. Dazu fräst man aus dem Werkstück eine Tasche heraus, in die man das zurechtgeschnittene Furnier dann einkleben kann.

Vorbemerkungen:

Am besten wäre Sperrholz der Stärke 0,25 Zoll, da von diesem Material bei Epilog ausgegangen wurde. (Epilog ist ein US-Unternehmen.) Die Alternative ist, entweder die Datei anzupassen (was in diesem Fall nicht trivial ist) oder sich damit „abzufinden“. Das Letztere habe ich gemacht und die überstehenden Zähne sehen eigentlich nicht schlecht aus. (Das ist natürlich Geschmackssache; muss letztendlich jeder selbst entscheiden)

Ich habe von Hand geschliffen und deswegen vor dem Schleifen das Holz ausgeschnitten. Falls ein Exzenterschleifer zum Einsatz kommt, sollte man die Anleitung von Epilog befolgen. Also erst die Furniere komplett einsetzen, dann alles plan schleifen und als letzten Schritt ausschneiden. (Ansonsten werden die Wandteile kissenförmig.) Bei dieser Methode sollte man aber darauf achten, immer eine reproduzierbare Position auszuwählen.

Die Einstellungen des Lasers waren folgende: Um Furnier zu schneiden, habe ich ein Profil angelegt. Wichtig ist, dass es Holzfurnier ist! Auf keinen Fall darf es PVC oder Ähnliches sein. Das Profil habe ich von dem für dicke Pappe abgeleitet. (Im Prinzip schneide ich mit hoher Geschwindigkeit und geringer Leistung.)
Das Gravieren von Holz muss man vorher an einem Stück testen. Es darf nicht zu viel Material weggenommen werden, sonst verschwindet das Furnier unter der Holzoberfläche (würde das Schleifen erschweren) Es muss aber auch genügend sein, damit über die Hälfte des Furniers nach dem Schleifen noch da ist. Wenn das Furnier eingelegt ist, kann man die Kante im Optimalfall noch ganz schwach mit dem Finger spüren. Meine Einstellung war 100% Leistung, 75% Geschwindigkeit. Verwendet habe ich dafür Birkensperrholz von Modulor.
Das Schneiden hängt auch vom Holz ab und sollte ausprobiert werden. Anstatt mit hoher Leistung einmal zu schneiden, kann man auch mit geringerer Leistung und zwischenzeitlichem Senken des Fokusbereiches das Holz auf zwei Durchgängen schneiden.

Arbeitsschritte:

Als Erstes überlegt man sich die Farben der Furniere. Kontraste und das Spielen mit der natürlichen Maserung des Holzes kommen sehr gut heraus. Man kann sowohl heimische als auch exotische Hölzer verwenden. Exotische haben den Vorteil, dass auch ungewöhnlichere Farben verfügbar sind. Meine Furniere waren heimische, allerdings kann ich keine Bezugsquelle angeben, da ich diese aus dem Fundus meines Großvaters zog. (Wer dazu Tipps hat, möge sich bitte melden.)

Am Computer wählt man die Formen, die man mit dem aktuellen Furnier umsetzen möchte und schiebt diese platzsparend in den Ursprung. Wichtig ist dabei, dass man nur die Vektordaten schickt! Das heißt, dass die Holzblätter nicht graviert werden sollen! Eventuell dreht man die Form in der Datei, damit die Maserung auf einem Dreieck zum Beispiel immer in Richtung Spitze zeigt.

Als Nächstes verwendet man den Lasercutter, um die Taschen aus dem Holz zu „fräsen“. Falls diese tief genug sind, macht man weiter, indem man die Einzelteile ausschneidet.

Jetzt ist der Moment, um die Furnierteile auf Passung zu prüfen. Dazu legt man probeweise das Furnier in die gravierten Taschen. Im Optimalfall passen die ausgeschnittenen Stücke ohne Spalt. Falls dem nicht so ist, muss entweder die Datei oder das Laserprofil angepasst werden. (Fokus prüfen; mit etwas weniger Leistung versuchen. Andersherum, falls das Furnier zu groß ist, beim nächsten Schneiden mit mehr Leistung und/oder kleineren Formen in der Datei versuchen.)

Weiter geht es mit dem Einkleben der Intarsien. Dazu eignet sich Holzleim. Es empfiehlt sich ein Leim mit hoher Anfangshaftung, andernfalls muss eine Zwinge oder Furnierpresse verwendet werden. Alles- oder Sekundenkleber können auch Alternativen sein. Ein paar Teile habe ich mit Sekundenkleber geklebt und anscheinend hält es. Bei Sekundenkleber gibt man erst etwas Kleber dünn in die Tasche, haucht diesen an und wartet, bis er anzieht. Dann etwas mehr Kleber hinzugeben und das Holzblättchen hineindrücken. Den Finger (der sicher kleben wird) nicht senkrecht abziehen, sondern abrollen, um das Furnier nicht abzureißen. Unabhängig davon, welcher Kleber verwendet wird, sollte der Kleber erst an einem Teststück getestet werden.

Das Endergebnis sollte ein Werkstück mit leicht überstehenden Intarsien sein. Jetzt muss das Ganze gut durchtrocknen. (Dazu die Anweisungen des Kleberherstellers befolgen)

Wenn die Klebung trocken ist, kommt das Schleifen: Zuerst mit grobem Schleifpapier so lange schleifen, bis das Furnier nicht mehr übersteht, dann wird auf Papier mit mittlerer Körnung gewechselt, um etwaige Kratzer zu entfernen. Mit einem sehr feinen Papier entfernt man dann noch die Brandspuren und leichte Ungleichmäßigkeiten. Man sollte mit dem Finger keine erhabenen Stellen spüren können! Das Schleifpapier immer auf einen Holzklotz ziehen, um ein Abschrägen der Ecken zu vermeiden! (Also auch kein Schleifkissen verwenden.)
Jetzt kann man schon mal einen Vorgeschmack auf das Endergebnis sehen, indem man die Furniere ganz leicht befeuchtet.

Um die Spieluhr zu montieren, diese auf die Bodenplatte auflegen und mit einem feinen Bleistift durch die Löcher hindurch anzeichnen. Dann die Löcher für den Spanner und die zwei Schrauben bohren. Testweise sollte die Spieluhr montiert werden.

Jetzt nimmt man das Werk wieder heraus und klebt das Gehäuse zusammen. Falls hier wieder kein Leim mit hoher Anfangshaftung verwendet wird, muss für die Ecke eine Klammer verwendet werden. (Es gibt dazu Stahlklammern mit Dornen an den Enden. Diese hinterlassen jedoch kleine Spuren.)

Nach der kompletten Trocknung lackiert man das Werkstück mehrfach gleichmäßig in dünnen Schichten. Jetzt sollten die Farben der Furniere deutlich hervortreten. Herzlichen Glückwunsch, jetzt ist der Moment für einen Anflug des Stolzes gekommen 😉

Zuletzt montiert man die Spieluhr wieder. Die Schrauben sollten kräftig, aber nicht zu kräftig angezogen werden. (Die Spieluhr muss gut aufliegen und darf nicht vibrieren können. Sonst scheppert es.) Eventuell fettet man die Außenseite des Spanners mit einem Silikonfett, da diese sich beim Spielen mitdreht und dadurch etwas weniger Reibung herrscht.

Bemerkungen:

Meine Datei kann ich leider nicht veröffentlichen, da ich sie in großen Stücken aus den Daten von Epilog erstellt habe und von diesen die Rechte nicht ermitteln konnte. Falls jemand dazu etwas findet, einfach melden. Aus den verfügbaren Dateien lässt sich die eigene Arbeit aber sehr einfach ableiten. In dem Fall, dass jemand hierbei Hilfe benötigt, stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite. Der restliche Teil (also diese Anleitung) ist unter der genannten Lizenz veröffentlicht.

Lizenziert unter: 

CC BY-SA 3.0 Deutschland