Das teuflische Absaugkonstrukt

Hereingetreten!

Ein paar von uns haben die Tür unseres neuen Raumes dekoriert, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist. Komplett umgezogen sind wir leider noch nicht, allerdings haben wir heute große Fortschritte gemacht. Ein guter Teil der Netzwerkinfrastruktur ist bereits umgezogen und läuft wieder. Der Türstatus ist im Moment deaktiviert. Der Lasercutter ist aufgebaut. Genaue Informationen gibt es dann zusammen mit der Wiedereröffnung, sobald wir fertig sind.

Bastelei des Tages ist unsere hochdekorative Installation eines Absaugrohres für den Lasercutter:

Wie bereits erwähnt, ist das FabLab durch den Umzug momentan geschlossen. Du kannst entweder auf das FabLab Nürnberg ausweichen oder den ganzen Prozess mit deiner Hilfe beschleunigen. Wir sehen uns!

Weihnachtsmotive aus Acryl

Materialien: 
2mm Acryl

Beteiligte Benutzer: 
Draihlsurfer

Bilder des Weihnachtsschmucks

Kosten: 

ca. 6 €

Zeitaufwand: 

3 h

Verschiedene Weihnachtsmotive aus 2mm Acryl für den Weihnachtsbaum

Bauanleitung

Die verschiedenen Motive (Engel, Stern und das Mandala) hab ich in Inkscape erstellt. Dazu habe ich Schwarz-Weiß-Bilder der Motive in Inkscape eingefügt und vektorisiert. Dazu wählt man im Reiter Pfad das Werkzeug „Bitmap vektorisieren“ aus. Welche Einstellung am besten ist, hängt vom Bild ab, welches man vektorisieren möchte. Da diese Vektorisierung das Motiv nicht immer sauber erkennt, habe ich anschließend mit dem Pfad-Werkzeug die Kontur angepasst und um das Engel- und Mandala-Motiv mit etwa 0,1mm Abstand eine Schnittlinie mit derselben Kontur gelegt. Durch diesen kleinen Trick werden die Motive in einem Arbeitsschritt graviert und anschließend gleich ausgeschnitten. Als Größe habe ich in Inkscape etwa 50mm für jedes Motiv gewählt und als Profil für den Lasercutter die Einstellung „2mm Acryl“. Meine Erfahrung war, dass der Stern am Ende sehr filigran wurde und ich ihn nur sehr vorsichtig aus der Acryl-Platte herauslösen konnte. Hier wäre es in Zukunft eventuell besser, den Stern größer zu machen. Beim Engel und beim Mandala gab es keine Probleme. Nachdem die Motive also ausgeschnitten waren, habe ich noch vorsichtig mit einem 1mm Bohrer Löcher für die Aufhängung des Engels und des Mandalas gebohrt. Dabei muss man den Schwerpunkt beim Engel beachten. Dieser befindet sich in etwa in der Mitte des vorderen Flügels. Alternativ kann man die Vorlagen auch noch um einen kleinen Kreis ergänzen, der als Loch ausgeschnitten wird.

Schnittmuster für die Weihnachtsmotive

acryl_motive_weihnachten.svg 1.97 MB

Lizenziert unter: 

CC BY-NC-SA 3.0 Deutschland

Kerzen mit Wachsplatten verzieren

Materialien: 
Wachsplatte
Wachskerze

Beteiligte Benutzer: 
patkan

Die Kerze ist oben und an der Seite mit je einer Triskele verziert.

Kosten: 

5-20 €

Zeitaufwand: 

0.2 h

Zum Verzieren von Kerzen gibt es Wachsplatten, die sich zurechtschneiden und dann auf die Kerze aufkleben lassen. (Das Wachs pappt von alleine.) Weil zumindest ich nicht die Zeit und Muße zum händischen Ausschneiden von Wachs habe, habe ich versucht, das mit dem Lasercutter zu schneiden. Die Ergebnisse variieren und sind auch noch nicht am Optimum angekommen, lassen jedoch Hoffnung auf Besserung zu. Hier beschreibe ich meinen Vorschlag zum Wachsschneiden.

Bauanleitung

Symbol

Die Kerze habe ich mit Triskele verziert, weil ich diese auf einem Trip in die Bretagne gesehen habe und schön fand. Dieses Zeichen tritt schon in der Jungsteinzeit auf und war auch in der keltischen Kultur verbreitet. Über die exakte Bedeutung ist nicht viel bekannt, jedoch vermutet man, dass es in die Richtung „Weg des Lebens“ und der Zahl 3 als magische Zahl (auch sehr wichtig in der keltischen Mythologie) geht. Leider wird es manchmal auch als Erkennungszeichen unter (Neo-)Nazis verwendet, jedoch kann man sich von denen ja nicht alles verderben lassen.

Wachs schneiden

In Bastelläden erhält man das Wachs in allen Farben als dünne Platte, die auf einem Trägerpapier ist. Der Preis des gesamten Projektes setzt sich dann aus den Wachsplatten und einer Kerze zusammen. Meine ersten Versuche waren nur von mittlerem Erfolg geprägt. Ich habe in verschiedenen Leistungsstufen versucht, das Wachs zu schneiden, jedoch schmolz es meist nur großflächig auf. Als an einer Stelle das Wachs sich beim Schneiden vom Trägerpapier löste, wurde das Ergebnis deutlich besser.

Das Problem, welches durch Entfernen des Trägerpapiers beseitigt wird, ist, dass das geschmolzene Wachs nicht abfließen kann und im Zweifelsfall die Umgebung mit aufschmilzt. Zum Schluss habe ich mit 100 Speed und 100 Leistung bei 5000 Frequenz gute Ergebnisse erreicht. Wichtig ist, dass der Fokus stimmt und eben der Raum unter der Platte frei ist.
Das größte Problem nach dem Entfernen des Trägerpapieres war, dass die heiße Form mit dem Gitter des Lasercutters verschmilzt. Dies wieder zu trennen ist möglich, jedoch fitzelig. Das Wachs lässt sich vorsichtig mit einem Skalpell abheben. Eine wirkliche Lösung habe ich dafür noch nicht gefunden. Ein Ansatz wäre, die Platte an den Kanten erhöht aufzulegen. Das habe ich auch mit nicht allzu schlechtem Erfolg gemacht, jedoch ist die Wachsplatte zu weich. (Vielleicht würde es wirklich helfen, die Platte einzufrieren…)

Beim Experimentieren fand ich auch heraus, dass sich Linien auf dem Wachs sehr gut mit Speed 100 und Leistung 10 markieren lassen.

Da dann die nächste Vorlesung begann und meine Wachsplatten zur Neige gingen, habe ich mit dem Gebastel aufgehört. Falls ich mal lustig bin, probiere ich es noch mal. Des Weiteren darfst du dich auch eingeladen fühlen, selbst zu experimentieren.

Beim Schneiden von Wachs muss auf eine korrekte Fokussierung geachtet werden! (Brandgefahr) Außerdem darf der Lasercutter noch weniger als sonst unbeaufsichtigt bleiben. Was durch Unachtsamkeit angezündet wird, darf vom Übeltäter ersetzt werden.

Update: Ich habe Folgendes versucht: Schale mit Wasser füllen, auf Oberfläche fokussieren, Wachs von Papier trennen, auflegen (schwimmt meist) und dann mit verschiedenen Leistungen „braten“. Das Ergebnis: Bei viel Leistung entstehen manchmal tatsächlich Löcher im Wachs. Hauptsächlich spritzt aber nur feines Wachs überall hin und die Unterseite des Wachses bekommt „Dornen“. Das könnte eventuell ein schöner Effekt zur Dekoration sein, zum Zerschneiden scheint das Verfahren sich allerdings nicht zu eignen.

Ich bin gerne offen für Vorschläge, im Moment sehe ich den Lasercutter aber einfach als nicht brauchbares Werkzeug hierfür. Eine letzte Alternative kommt mir gerade noch: Eventuell könnte man eine Ausstechform fräsen/drucken und damit das Wachs ausstechen.

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CC BY-SA 3.0 Deutschland

Weihnachtsstern aus Acryl

Materialien: 
Acryl 3mm farbig

Beteiligte Benutzer: 
Ruinenbaumeister

Weihnachtsstern

Kosten: 

4 €

Zeitaufwand: 

0.5 h

Ein Weihnachtsstern als Zierobjekt.

Bauanleitung

Den Weihnachtsstern kann man mit Inkscape ganz einfach erstellen. Für Sterne ruft man das entsprechende Werkzeug in der Werkzeugleiste links auf. Man wählt nun oben die Anzahl der Zacken (im Beispiel 7) und achtet darauf, dass das Stern- und nicht das Polygonsymbol aktiviert ist. Dann zeichnet man den ersten Stern.

Als Nächstes wählt man den Stern aus und sperrt das Seitenverhältnis mit dem Vorhängeschloss in der oberen Leiste. Nun erstellt man vier Kopien, von denen jede etwas kleiner ist als die vorherige. Aus den größten beiden entsteht der Rand. Dazu zentriert man beide Sterne übereinander (Strg+Umschalt+A ruft die nötigen Werkzeuge auf) und zieht nun den kleineren vom größeren ab (Strg+-).
Der innere Stern ist der kleinste. Er wird ebenso zentriert und mit dem Rand vereinigt (Strg++).
Nun brauchen wir noch ein Element, das inneren Stern und Rand verbindet. Dazu erstellen wir aus den verbleibenden zwei Sternen einen zweiten Rand, der etwas kleiner und dünner ist als der ursprüngliche. Er wird ebenso zentriert wie die anderen, muss aber noch gedreht werden. Dazu klickt man zweimal mit dem Auswahlwerkzeug auf das Objekt und sieht nun an den Ecken gebogene Pfeile, mit denen man den Stern beliebig drehen kann. Wer es ganz präzise mag, kann auch das Transformationsmenü (Strg+Umschalt+M) nutzen.
Eventuell muss der zweite Rand noch etwas „zurechtgezupft“ werden, damit das Ergebnis gleichmäßig wirkt. Also öffnet man das Vorhängeschloss in der oberen Leiste wieder und zieht an den Ecken des zweiten Randes, bis er passt. Dann vereinigt man die beiden Objekte miteinander. Fertig.

Wer will, kann mit dem Kreiswerkzeug noch ein kleines Loch einfügen, mit dem man den Stern an einem Faden aufhängen kann.

Zum Lasern empfiehlt sich eine Unterlage, damit der reflektierte Strahl keine unschönen Spuren hinterlässt. Die Holzleisten, die sich dafür eignen, findet man in einer Schale neben dem Lasercutter.

Schnittmuster für den Weihnachtsstern

weihnachtsstern2.svg 5.15 KB

Lizenziert unter: 

CC BY-NC-SA 3.0 Deutschland