Elektronische Geburtstagstorte

Materialien: 
Acryl 8mm schwarz
Acryl 3mm rot
Acryl 3mm weiß satiniert
LEDs rot
Attiny 2313
Düdelmodul aus Geburtstagskarte
Magnete aus altem CD-Laufwerk
1,5V Knopfzellen

Beteiligte Benutzer: 
freifrauvonbleifrei

kleine Geschenkebastelei, auf der man ein Geschicklichkeitsspiel (=> aus SPiC) spielen kann

Heute mal ein FabMoment, das viele verschiedene Basteleien vereint: ein elektronischer Geburtstagskuchen, der gelasert, geklebt, ge-platinenätzt, gelötet und natürlich programmiert werden muss (tatsächlich wird er zwischendrin sogar gebacken! 🙂
 

Bauanleitung

Zunächst mal zum Gehäuse: das wird mit dem Lasercutter aus verschiedenfarbigem Acryl ausgeschnitten, die pdfs liegen bei. (weiß-satin, rot und schwarz, das soll natürlich eine Schwarzwälder Kirschtorte sein). Wenn euer Kuchen keine Musik machen soll, könnt ihr statt der roten Stückchen einen roten Kreis auslasern, da kein Schall rauskommen muss. Und die Löcher für Schalter und Taster müsst ihr natürlich auch euren Bauteilen anpassen.

Überprüft unbedingt, ob alle Kreise noch 60mm Durchmesser haben, weil bei mir beim Wandern von Inkscape zu Corel einige mm verloren gegangen sind.
Danach werden die Kuchenstücke gebacken oder wie der Fachmann sagt, „getempert“. Das heißt, sie werden mindestens 4 Stunden lang auf ca. 80°C erhitzt, um die Materialspannungen auszugleichen, die durch das Lasern entstanden sind.

Jetzt also zum Innenleben: Ich habe eine kleine runde Platine designt, allerdings habe ich den Programmierstecker zu nahe an den uC gemacht(->etwas schief) und einen GND-Kontakt vergessen. Ihr könnt das natürlich auch mit einer Litze überbrücken, besser wär aber ausbessern und hochladen 😉

Die Platine wird zunächst mit allen kleinen Sachen (R, C, Transistor) und dann mit den größeren Sachen(uC, Programmierschnittstelle) bestückt. Für die Oberseite wird zunächst der Taster(schon festgeschraubt) mit genug langen Käbelchen angelötet, es würde sich ausdrücklich empfehlen, einen Taster zu verwenden, der nicht so tief ist. Dann werden die Dioden in den Deckel gesteckt (Ausrichtung beachten!) und die Drähte durch die Platine gepfrümelt. Anlöten, schön. Jetzt ist auch alles so weit fertig, dass das Gehäuse, bis auf den Boden, zusammengeklebt/mit Acrifix vernetzt werden kann. Auch den Knipseschalter könnt ihr mit Acrifix am Tortenboden befestigen.

Der Rest der Hardware sind noch: das „Soundmodul“ und die Spannungsversorgung.
Das „Soundmodul“ wird aus einer düdelnden Geburtstagskarte ausgebaut und hat schon seine eigene Batterie dabei, d.h. es muss nur per Transistor eingeschaltet werden. Richtig rum einlöten! Wenn Löten nicht geht, kann man den Draht evtl. klemmen.
Zur Spannungsversorgung habe ich 3 1,5V-Knopfzellen verwendet, mit Tesa zusammengeklebt und mit zwei Magneten aus einem alten CD-Laufwerk (die sind ganz ganz in der Mitte) austauscherfreundlich angeschlossen.

Zur Software ist nicht so viel zu sagen, man muss die Wartezeiten eben an die tatsächliche Dauer des „Happy Birthday“-Liedes anpassen. Es gibt außerdem noch Probleme mit der Levelanzeige in höheren Leveln, schaut da mal drüber.

So, dann muss man den Kuchen nur noch zukleben (kleine Schnipsel beidseitiges Klebeband 🙂 und voilà: Die Torte ist fertig, guten Appetit!

 

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..mit Schnörkeln 🙂

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das Gehäuse insgesamt

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…bin mir nicht sicher, was das und die danach sind, könnte nützlich sein, um den Schaltplan zu lesen. (leider nicht mehr verfügbar)

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Nach dem Löten+Stecken+Löten

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Lizenziert unter: 

CC BY-NC 3.0 Deutschland

Lizenziert unter: 

CC BY-NC-SA 3.0 Deutschland

Ewiger Blinker

Materialien: 
Lithiumbatterie
SMD-LED
Attiny13
Keramikkondensator 0805 10µF

Beteiligte Benutzer: 
patkan

Kleine Platine mit Attiny, Kerko und LED; bildet Stapel mit zwei Knopfzellen
Zu sehen ist das feine Layout und der Stapel aus zwei Batterien

Kosten: 

~2 €

Zeitaufwand: 

2 h

Ein Attiny braucht in seinem tiefsten Ruhezustand nur wenige µA Strom. Dies wird für einen ewigen Blinker ausgenutzt, der ausgestattet mit zwei Lithiumzellen über eine lange Zeit hinweg blinken soll.

Diese kleine Schaltung ist wunderbar für Anfänger, die in das SMD-Löten schnuppern wollen, geeignet und ist perfekt zum Nerven von Freunden, Nachbarn und Familie.

Bauanleitung

Bau

Die Kosten sind grob geschätzt. Der tatsächliche Preis hängt von den Kosten des Attiny13, der Batterien und der Platinenfertigung ab.

Die Arbeitszeit hängt davon ab, wie man es rechnet. Bis das Design fertig, die Platine geätzt und bestückt und der Code geschrieben war, hat es etwas länger gedauert, da ich immer nur kurz daran gearbeitet habe. Das reine Nachbauen kann bei einem geübten Bastler auch nur eine halbe Stunde oder weniger dauern. Der begrenzende Faktor ist hier das Fertigen der Platine.

Angefangen habe ich damit, mir die Grundfunktion zu überlegen. Die LED soll kurz aufblitzen. Deswegen versorge ich sie mit einer eigentlich zu hohen Spannung und aktiviere sie über den Mikrocontroller nur für wenige Millisekunden. Das führt zum Eindruck eines Blitzes. Deswegen werden auch zwei Batterien benötigt.

Weiter zum Layout. Für den „Konnektor“ habe ich einzelne Pins statt einem kompletten Stecker genommen. Dadurch lassen sie sich besser an die benötigten Stellen verteilen und im späteren Betrieb werden die Programmierkabel ohnehin abgelötet.

Erstellt wurde die Platine mit KiCAD.

Der Programmcode ist eigentlich recht einfach. Zunächst startet der Mikrocontroller und verbindet dann die LED mit Masse. Nach wenigen Millisekunden schaltet er wieder ab und stellt einen Watchdogtimer auf etwa 2 Sekunden. Als letzten Schritt legt sich der Controller in den Tiefschlaf (dank der eingestellten Konfiguration wacht er jetzt nicht mehr auf). Das Resultat ist ein sehr niedriger Energieverbrauch. Nach Ablauf der Zeit stellt der Timer den Ausfall fest und erzeugt ein Resetsignal. Der Controller startet neu und die Prozedur beginnt von vorne.

Das Projekt steht unter der angegebenen Lizenz. Eine Ausnahme dazu ist der Code, der unter der GPLv3 steht. Siehe dazu den Quelltext. Der SourceCode ist auch über GitHub bereitgestellt.

Zum Kompilieren ist eine avr-libc nötig.

Nach dem Ätzen wird die Platine bestückt und Kabel zum Programmieren angelötet. Aus den Batterien baut man einen Stapel und verbindet diesen mit Klebeband und Anschlusskabeln. Für letztere ist auch Anlöten möglich. Dies erfordert jedoch einiges an Fingerspitzengefühl, um die Batterie nicht zum Explodieren zu bringen, weshalb ich das nicht empfehlen kann.

Zum Programmieren steckt man die Kabel in einen geeigneten ISP. Die Spannungsversorgung kann entweder bereits über die Batterie oder durch eine externe Spannungsquelle geschehen.

Analyse

Zur Analyse des Stromverbrauches trennt man die Batterieverbindung auf und lötet zum Beispiel einen 1k Ohm Widerstand ein. Die über diesen Widerstand gemessene Spannung kann gemäß U=RI in einen Strom umgerechnet werden. Mit dem Oszilloskop wird dazu im Singleshot-Modus ein Blitzen aufgezeichnet. Das Bild sollte in etwa ein Rechteck mit einem nachfolgenden, größeren Rechteck zeigen. Dabei steigt das erste Rechteck auf 1,5mA für 75ms und das zweite beträgt 2,6mA für 40ms.

Daraus lässt sich dann die Energieaufnahme der Schaltung berechnen:

Im Mittel wird pro Blitz 1,88mA über 115ms aufgenommen. Bei einer Batterieladung von 160mAh ergäbe das eine Dauerleuchtzeit von etwa 80h. Wenn ein Blitz 115ms dauert, ist die Schaltung zu etwa 2,6*10^6 Blitzen fähig. Wenn man bedenkt, dass ein Blitz etwa alle 2s erfolgt, kommt man damit auf eine Laufzeit von etwa 4-5 Jahren. Das ist zwar recht beträchtlich, aber für einen ewigen Blinker doch recht kurz. Maximalgrenze ist die Lebensdauer einer Lithiumbatterie. Diese halten jedoch sehr lange (meist werden 10 Jahre angegeben).

Optimierungsmöglichkeiten gibt es hierbei sicherlich noch: Man könnte die Schaltung umbauen, sodass sie einen kleinen Dauerstrom entnimmt und dann mithilfe eines schwingungsfähigen Systems einen starken, kurzen Impuls erzeugt. Außerdem könnte man versuchen, den Programmcode zu optimieren. Eventuell kann der Mikrocontroller schneller starten. Dies ist durchaus relevant, da die Startzeit 75ms in Anspruch nimmt.

Projektdateien für KiCAD

ewiger_blinker.zip 17.87 KB
Source Code und Makefile

code_blinker.zip 17.73 KB

Lizenziert unter: 

CC BY-SA 3.0 Deutschland

Elektronisches Drumkit

Materialien: 
M5 Muttern
M5x16mm Schrauben
M5x30mm Schrauben
Piezo Sensor
HDF 5mm
LM324 OpAmp
AtMega32u4

Beteiligte Benutzer: 
Norbert

Fertiges Drumpad mit professionellem Meshhead

Kosten: 

30-40 €

Zeitaufwand: 

20 h

Alle, die Schlagzeug spielen oder schon immer einmal damit anfangen wollten, werden wissen, dass ein großes Problem ist, einen Raum zu finden, wo man ungestört spielen kann, bzw. wo man spielen kann und niemand gestört wird. Als Alternative zu klassischen Trommeln gibt es dazu elektronische Drumkits, die Impulse über piezoelektrische Sensoren aufnehmen, und dann per Software vorher aufgenommene Sounddateien abspielen oder sogar physikalisch den Schall simulieren.

Ich baue zurzeit ein solches Schlagzeug, das per USB an den PC angeschlossen wird und dort dann eine Software wie z.B. Hydrogen (http://www.hydrogen-music.org/hcms/) oder EzDrummer(http://www.toontrack.de/products.asp?item=7) in Kombination mit Reaper/Cubase verwendet, um den Sound zu erzeugen. Hydrogen ist Open Source und damit kostenlos, wohingegen man mit z.B. EzDrummer etwas mehr Geld ausgeben muss, vor allem da es nur in Kombination mit einem Tool wie Cubase funktioniert. Allerdings bekommt man vermutlich auch einen besseren Sound.

Bei der Konstruktion der „Trommeln“ gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Ansätze. Die einfachere Möglichkeit ist, einfach ein Holzbrett beliebiger Form zu nehmen, das Piezoelement anzubringen und schon ist man fertig. Diese Art der Konstruktion sieht man zum Beispiel im Rockband Controller für die XBox. Die andere Möglichkeit sind sogenannte Meshheads. Im Prinzip funktioniert das Ganze wie eine normale Trommel, nur dass das Trommelfell durch ein Gittergewebe ausgetauscht wird. Dadurch wird die Luft im Inneren der Trommel viel weniger bewegt und der Anschlag ist somit viel leiser, dennoch hat man aber das Gefühl, auf eine Trommel gehaut zu haben. Meshheads werden auch professionell genutzt, da diese einfach auf bestehende Schlagzeuge anstelle des Trommelfells aufgezogen werden können. Ich habe mich für diese Konstruktion entschieden, da das Anschlaggeräusch deutlich leiser ist und die Konstruktion ein kleines bisschen interessanter ist.

Wichtig bei der Wahl des richtigen Fliegengitters ist, dass dieses nicht elastisch ist. Deswegen eignet sich z.B. das Tesa Fliegengitter von Obi nicht. Ich habe in meinem Keller noch ein Fliegengitter gefunden, das man typischerweise aus den Fliegengittertüren kennt, das deutlich besser funktioniert, aber leider relativ schnell „ausleiert“. Daher bin ich vorerst auf Meshheads vom Thomann umgestiegen. Diese kosten nur 8-10 Euro je nach Größe und funktionieren super.

Changelog:

– Holzgestell überarbeitet, sodass Linsenkopfschrauben anstelle der Sechskantschrauben verwendet werden können. (unbedingt im PDF ändern, wenn man Sechskantschrauben verwenden will, indem man die kleinen Quadrate um die Bohrlöcher am Spannring entfernt)

– zweiter Schnitt zwischen den Spannringen, damit Mesh durchpasst (kann auch entfernt und dann abgeschliffen werden)

– Standoffs angepasst, damit M5 Schraubenköpfe halten

Bauanleitung

Zuerst muss das Holzgestell geschnitten werden. In der pad.pdf befindet sich der komplette Schnittplan zum Bau eines E-Drum-Pads.

Ist das Holz geschnitten, werden die Standoffs mit M5x16mm Schrauben an den unteren Ring geschraubt und der obere Ring wird mit den quadratischen Löchern an den Standoffs fixiert.

Danach muss man am Mesh(Fliegengitter) etwas anbringen, wodurch dieses dann gespannt wird. Eine Möglichkeit wäre, das Mesh an die Unterseite des Spannrings zu kleben, allerdings weiß ich noch nicht, wie gut das Mesh halten wird. Deshalb habe ich ein ca. 6mm dickes Seil mit Innenradius des Spannrings kreisförmig auf das Mesh geklebt, wodurch dieses nicht mehr unter dem Spannring vorrutschen kann. Ist der Kleber getrocknet, hier eignet sich z. B. Heißkleber gut, kann man das Mesh aufspannen. Benutzt man professionelle Meshheads, entfällt dieser Schritt natürlich, da diese schon an einem Metallring befestigt sind. Hierzu schraubt man den Spannring einfach am unteren Ring mit M5x35mm Schrauben fest und zieht die Muttern ringsum an, bis das Mesh die gewünschte Spannung hat.

Die Piezos habe ich von Conrad (http://www.conrad.de/ce/de/product/710936/Piezokeramische-Schallwandler-FT-Serie-30-VAC-4-05-kHz-Inhalt-1-St/0235311&ref=list). An diese habe ich einfach 2 Drähte gelötet (Achtung: Den Piezo nicht zu heiß werden lassen, da dieser beschädigt werden kann! ). Die Elektronik dahinter besteht aus einem Differenzverstärker auf Basis eines LM324. Die Einstellungen für diesen Differenzverstärker sind abhängig von der Kopplung an den Piezo, welche ich über einen Korken realisiert habe. Der Output des Differenzverstärkers wird über einen AtMega32u4, auf dem ein kleines Programm läuft, das ich mit Hilfe der Bibliotheken des Teensy (http://pjrc.com/store/teensy.html) geschrieben habe, über USB an meinen PC weitergeleitet.

Dieses einfache Testsystem hat schon gute Resultate geliefert. Verbesserungswürdig ist noch der Aufbau der Elektronik, für die ich noch ein PCB entwickeln werde. Außerdem schwingt das Meshhead noch nach und erzeugt somit mehrere Signale von einem Anschlag.

pad10in.pdf

pad10in.pdf 7.38 KB

Lizenziert unter: 

CC BY-SA 3.0 Deutschland

Post von Watterott

Vor ein paar Tagen hat Watterott electronic auf Facebook eine Lagerinventur angekündigt. Die Sachen, die dabei übrig bleiben, wollten sie an FabLabs und Hackerspaces verteilen. Wir haben uns auch gemeldet und jetzt ein Paket erhalten. Neben Kuriosem sind auch ein paar interessante Dinge dabei, du kannst sie dir ja mal anschauen. Eine LED-Platine, welche auch im Paket lag, ziert jetzt unsere Eingangstür. (Natürlich in leuchtendem Zustand und nach besten Regeln der Kunst mit heißer Nadel zusammengestrickt.)

Workshop SMD-Löten

Bevor sich der Prüfungsstress nähert, gibt es noch einen Termin des SMD-Lötworkshops. Wer bereits normal große Bauteile löten kann und neue Herausforderungen sucht, sollte sich rechtzeitig anmelden. Die Nachfrage ist groß – auf der Warteliste sind 42 Leute!

Nachtrag: Nach einem halben Tag sind alle Plätze ausgebucht.