Frohe Weihnachten!

Ein spannendes Jahr geht zu Ende: Die Idee einer offenen Werkstatt ist Realität geworden und wird so gut angenommen, dass unser jetziger Raum regelmäßig voll ist.

2012 wird das FabLab euch noch mehr bieten: Mehr Platz, mehr Werkzeug und mehr Geräte. Ab Januar gibt es neue Lötstationen, eine Standbohrmaschine und weiteres Werkzeug. Ende Januar wird wahrscheinlich der Lasercutter geliefert, ab dann wird es am Wochenende auch OpenLab-Termine geben. Wahrscheinlich bekommen wir nächsten Winter sogar noch eine CNC-Fräse.

Besonderer Dank gilt allen, die uns dabei geholfen haben, Raum und Finanzierung zu bekommen. Ebenfalls vielen Dank an die Benutzer, die jeden Tag wieder neue Ideen mitbringen.

Wir wünschen euch allen frohe Weihnachten, ruhige Feiertage und ein erfolgreiches neues Jahr. Am 9. Januar geht es dann mit StudentLab-Terminen weiter.

Das FabLab-Team

Clemens, Felix, Florian, Gottfried, Johannes, Julian, Klaus, Lucas, Max, Patrick, Philipp, Rico, Tilman, Timo, und alle anderen, die wir vergessen haben, zu erwähnen

Workshop SMD-Löten für Anfänger

Gestern fand der zweite Termin des SMD-Löt-Workshops statt. Die Nachfrage war erstaunlich groß: Es gab ungefähr zehn Interessenten für fünf Plätze, sowie noch einen, der ganz unbedingt auch teilnehmen wollte, sodass es dann sechs Teilnehmer waren. Waren es beim letzten Workshop noch viele bekannte Gesichter, so hatte dieses mal noch keiner der Teilnehmer vorher das FabLab gesehen. Das freut uns, wir hoffen, dass es so weiter geht und immer mehr Leute von uns erfahren.

Anfangs gab es eine kurze Erklärung zum Löten, sodass jeder die Grundbegriffe wie Pin (Beinchen eines Bauteils) oder Pad (Fläche auf der Platine, auf die das Beinchen aufgelötet wird) kannte. Weiter ging es mit dem Vorgehen beim Löten von normal großen Chips, das man eigentlich vor diesem Kurs schon können sollte, und schließlich zu SMD-Chips, bei denen man es nur mit den richtigen Kniffen vernünftig schafft. Dann ging es an die praktische Arbeit, wobei nach und nach die Bauteile auf die Platine gelötet wurden. Am Ende hatte jeder eine funktionierende Mikrocontroller-Platine in der Hand, mit der man jetzt zum Beispiel eine Bewässerungs-Steuerung bauen kann, damit die Blumen nicht verdursten.

Die Teilnehmer waren sehr gemischt: Von Fortgeschrittenen, die nur die letzen Tricks für ganz feine Chips wissen wollten, bis hin zu Einsteigern, die nur einmal eine Platine gelötet hatten, war alles dabei. Trotzdem wurden kaum Fehler gemacht – das Schlimmste war ein leicht versetzt aufgelöteter Chip, der entfernt und neu aufgelötet werden musste.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch bei einigen LEDs entschuldigen, die nur ein sehr kurzes Leben hatten und außer einem Lötkolben nichts von der Welt sehen durften. Ein paar Widerstände und Kondensatoren sind weggesprungen und werden, wenn sie keiner aufkehrt, sich selbstständig ihren Weg in die Freiheit suchen. Alle anderen Bauteile haben es überlebt und werden jetzt artgerecht betrieben werden.

Es wird noch weitere Termine für diesen Workshop geben. Wer Interesse hat, kann sich über unsere StudOn-Seite unverbindlich zur Warteliste anmelden und in der Zwischenzeit noch den Bericht vom vorherigen Workshop lesen. Sobald es einen neuen Termin gibt, werden wir es an alle Leute auf dieser Liste senden.

Trillerpfeife

Dass man mit einem RepRap allerlei sinnfreies drucken kann, dürfte bekannt sein. Doch die Möglichkeiten eines solchen Druckers sind noch viel größer.

Heute haben wir eine Trillerpfeife gedruckt. Die Pfeife ist aus einem Stück und funktioniert. Die Kugel im Inneren wurde mitgedruckt und dann mit einem Schraubendreher abgebrochen. Die Pfeife wurde mit einer anfänglichen Betttemperatur von 70°C und einer Extrudertemperatur von 181°C unter Verwendung der V2-Skeinforgeeinstellungen erstellt. Für die Deckschicht wurde die Temperatur auf 174°C abgesenkt und die Zeit des Druckes über liefen die Kühlventilatoren. Die Pfeife kommt von thingiverse.com.

3D-Drucker

Wie ihr vielleicht in bisherigen Beiträgen gelesen habt, haben wir jetzt einen 3D-Drucker. Es ist ein RepRap Prusa Mendel. Auf dem Bild könnt ihr ihn in Aktion sehen (er druckt gerade einen Flaschenöffner).

Bisher mussten wir euch immer vertrösten, doch jetzt läuft er und darf auch benutzt werden. Nach einigen Versuchen können wir relativ gleichmäßige Ergebnisse erzielen, wobei wir immernoch die Einstellungen verbessern. Wir drucken mit PLA, einem relativ einfach zu verarbeitenden Kunststoff und suchen derzeit noch die optimale Temperatur. Außerdem experimentieren wir auch noch mit Trennmitteln, um die Druckerzeugnisse besser von der Trägerplatte ablösen zu können. Ihr seid herzlich dazu eingeladen dabei mit zu helfen.

Gedruckt wurden bisher viele Companion Cubes, zwei Flaschenöffner, ein  Like-Button, und vieles mehr. Ihr wollt auch etwas haben? Dann kommt einfach vorbei und lasst euch einweisen. Wir können euch zeigen, wie ihr bereits gedruckte Objekte selbst herstellen könnt, aber auch wie (und ob) ihr beliebige Modelle von Seiten wie Thingiverse realisieren könnt. Die Abrechnung funktioniert im Moment so, dass ihr euer fertiges Objekt abwiegt und dann nach Gewicht bezahlt. Die genauen Preise sind beim RepRap notiert, da sie auch vom verwendeten Kunststoff abhängen.

In Zukunft planen wir auch noch verschiedene Farben und Materialien zu besorgen, dies wird allerdings noch etwas dauern, da wir noch eine günstige Bezugsquelle suchen. Wer Hinweise hat, darf sich gerne melden 😉

FabLab-Treffen am 3.11.

Am 3.11. fand ein Organisationstreffen statt. Die wichtigsten Punkte waren:

  • erfolgreicher Antrag auf Mittel aus Studiengebühren an der Technischen Fakultät: Das Geld ist bewilligt, in Kürze werden wir einen Lasercutter sowie Grundausstattung für die Werkstatt bestellen.
  • geplanter Antrag auf Mittel aus Studiengebühren beim ZGS (zentrales Gremium für Studiengebühren, uni-weit): Wir diskutieren, ob wir z.B. einen kommerziellen, deutlich einfacher zu bedienenden, 3D-Drucker aus zentralen Mitteln beantragen, da das FabLab nicht nur für die TechFak, sondern für wirklich alle Studenten da ist.
  • Technik: Die Platinenfertigung funktioniert, der 3D-Drucker wird bald in Betrieb genommen, wahrscheinlich steht bis Januar der Lasercutter und evtl. kriegen wir nächstes Semester eine CNC-Fräse.
  • Raum: ab Mitte November haben wir doppelt soviel Platz wie bisher, da wir den Raum nebenan dazubekommen.
  • Aufteilung von Zuständigkeiten: Viele Posten wie Vorsitzender, Kassenwart, Sicherheitsbeauftragter usw. wurden vergeben. Die genaue Aufteilung könnt steht auf der Seite Kontakt. Wer bei einem bestimmten Thema mitarbeiten will, ist natürlich weiterhin willkommen und soll einfach sich über die Mailingliste mit der entsprechenden Person in Verbindung setzen.
  • Weiterhin gesucht werden Sponsoren, Kontakte zu anderen Vereinen/Gruppen sowie Themen und Referenten für Workshops. Wenn Ihr Leute kennt oder Ideen habt, meldet euch oder kommt einfach beim nächsten Treffen vorbei.

Das vollständige Protokoll könnt ihr unter Protokolle einsehen. Die Treffen finden alle 14 Tage im Informatik-Vorstandszimmer (neben CIP-Pool) im 2.OG des Informatik-Hochhauses (Martensstraße 3) statt. Die genauen Termine findet ihr im Kalender. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen.